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Houssam Hamade

logo(Heute Morgen am 13.7. ist mein Text „Ist der Koran ein Buch der Gewalt?“ in der Cicero erschienen. Darin versuche ich zu zeigen, dass der Koran in Fragen der Gewalt auf verschiedene Weisen ausgelegt werden kann. Ich war dabei recht gründlich, verständlicherweise hat die Cicero den Text aber gekürzt. Da ich aber vermeiden möchte Islamhassern Vorlagen zu geben, stelle ich mit der freundlichen Erlaubnis der Cicero hier auch noch die ungekürzte Version online. )

Islam und Fußball haben eines gemeinsam: Die vielen Experten. Den Fußball macht das gerade interessant. Islamkritik dagegen, die auf Halbwissen beruht, ist ein Problem, weil die darin enthaltenen Lücken und Ungenauigkeiten mit Projektionen gefüllt werden –düstere Bilder, die mehr mit uns selbst zu tun haben, als mit der Sache selbst. 

Ursprünglichen Post anzeigen 1.679 weitere Wörter

_____ Protest gegen Despotismus _____

Manchmal sind wir verwundert, dass einige Menschen unter Hinweis auf die Religionsfreiheit des deutschen Grundgesetzes — dessen Artikel 4 und Artikel 140 sie aber mglw. inhaltlich gar nicht kennen — für das despotische System „Islam“ und damit unweigerlich auch — vielleicht unwissentlich — für die islamrechtliche Todesstrafe bei Apostasie Partei ergreifen, also für ein System Partei ergreifen, in dem es keine Religionsfreiheit gibt.

Möglicherweise überstrapazieren sie in diesem Zusammenhang den Begriff des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses, oder die Garantie der ungestörten Religionsausübung.

Sie berücksichtigen eventuell nicht, dass die Todesstrafe in Deutschland gemäß GG Artikel 102 abgeschafft, also verfassungswidrig ist.

Einige „Freunde“ der Todesstrafe „argumentieren“ gern, dass es im deutschen Bundesland Hessen die Todesstrafe gemäß der dortigen Landesverfassung nach wie vor geben würde.

Dabei berücksichtigen diese jedoch nicht, dass:

  • Bundesrecht Landesrecht bricht;
  • der entsprechende Passus im Artikel 21 der hessischen Landesverfassung in Deutschland verfassungswidrig ist.

+ + +

Liebe Sympathisanten von Diktatur und Todesstrafe:

Diktatur und Todesstrafe haben sich bislang immer als Irrtümer erwiesen.

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_____ Gesprächsbehinderung oder politisches Handeln ? _____

Unmut zu kanalisieren und möglichst zu sublimieren um Gewaltakte zu verhindern, aber auch die politische Meinungsbildung und Teilhabe zu fördern — u.a. diesem Zweck dient das Demonstrationsrecht, ein hohes Gut und unveräußerliches Grundrecht.

Entsprechend heißt es in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, im GG Artikel 8:

(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.

Manchmal wird der Versuch unternommen, dieses Demonstrationsrecht dahingehend zu missbrauchen, um z.B. Gespräche zwischen Politikern auf internationaler Ebene zu behindern, zu stören oder gar zu verhindern.

Solche Gespräche zwischen Politikern dienen jedoch dazu, Interessen, die jedes Land berechtigterweise hat, nicht nur zu artikulieren, sondern auch auszubalancieren und zu moderieren, um z.B. eine Eskalation von Interessengegensätzen zu verhindern, also den heißen Krieg zu vermeiden.

Im Vorfeld oder am Rande internationaler Großveranstaltungen wie dem G20-Gipfel 2017 in Hamburg wird seitens einiger Demonstranten bisweilen der Versuch unternommen, solche Gespräche zu torpedieren, wobei es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen kann.

* *

Wir haben eine Bitte an die Demonstranten, etwas, das der Deeskalation dienen mag:

Politisches Handeln

Machen Sie Vorschläge, die sich in konkretes politisches Handeln — z.B. im Umgang mit Erdoğan, Trump & Co — umsetzen lassen.

Vielen Dank !

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_____ Persönlich verantwortlich für was ? _____

Unter dem Subtitel «Bespuckt, rausgeworfen, angefeindet» berichtet der Berliner Tagesspiegel am 27. Juni 2017 über einen Vorfall, der sich in unserem Nachbarland Polen zugetragen hat.

Auf einer Reise nach Polen sind […] Schülerinnen und Schüler der Berliner Theodor-Heuss-Schule in der vergangenen Woche offenbar mehrfach rassistisch beleidigt worden. Insgesamt 20 Jugendliche der zehnten bis zwölften Klasse reisten eine Woche in verschiedene polnische Städte, um mehr über die Geschichte osteuropäischer Juden zu erfahren. Der Ausflug fand im Rahmen der „AG Erinnern“ statt. Die Initiative war von der Lehrerin Sabeth Schmidthals an der Moabiter Gesamtschule organisiert worden, um Vorurteile gegen Juden bei den […] Schülern auszuräumen. […]

Menschen mit Vorurteilen zu begegnen und sie anzufeinden, um bei ihnen Vorurteile auszuräumen, erscheint uns widersprüchlich, ja widersinnig zu sein.

Aus den mehr als hundert Leserkommentaren zu diesem Beitrag greifen wir einen heraus, dessen Verfasser sich unter der Überschrift „Bitte nicht ausgrenzen“ entsprechend differenziert zu der Sache äußert:

Am Islam kann man zwar vieles kritisieren.
Deshalb aber Schüler oder andere Menschen auszugrenzen, ihnen mit Vor-Urteilen zu begegnen ohne sie persönlich zu kennen, sie gewissermaßen in Sippenhaftung zu nehmen: das sollte nirgends akzeptiert werden.
Denn für was will man diese Schüler verantwortlich machen ?
Dafür, dass sie in eine bestimmte Religion hineingeboren wurden, wozu sie keinen eigenen Beitrag geleistet und was sie sich nicht ausgesucht haben ?

Man kann anderen Menschen durchaus unvoreingenommen und freundlich begegnen. Dies wird fast immer genauso erwidert.

Da der Unterschied zwischen Islam und Muslimen nicht jedem geläufig ist, möchten wir ein Zitat von Goethe anfügen …

Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten,
und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können.

… und eine Frage aufwerfen, die hier bereits in einer ähnlichen Weise gestellt wurde:

Von was will man andere Menschen überzeugen, wenn man ihnen mit Feindseligkeit begegnet ?

Man kann jeden Menschen für ein persönliches Fehlverhalten zur Verantwortung ziehen, jedoch nicht für etwas, zu dem er nichts beigetragen, für etwas, an dem er nicht aus eigener Entscheidung beteiligt war oder ist, für etwas, das er nicht zu verantworten hat.
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_____ ICH. _____

Ende Juni 2017 ließ der Supreme Court der USA das umstrittene Einreisedekret in Teilen, jedoch mit Einschränkungen zu, das Donald Trump zu Beginn seiner Präsidentschaft erlassen hatte.

Trump kommentierte die Entscheidung des Supreme Court u.a. mit den Worten:

Ich kann keine Menschen in unser Land lassen, die uns schaden wollen.“

Dass die meisten Verbrechen in den USA von US-Amerikanern verübt werden, z.B. von schießwütigen Waffennarren (siehe beispielhaft hier oder hier), oder von (rechtsextremistischen) Bombenbastlern, ließ Trump außer acht.

Ob hingegen im Iraq im Jahr 2003 ein Einreiseverbot für bombenwerfende US-Amerikaner bestanden hat, konnten wir im Nachhinein nicht klären.

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_____ Wer ist es ? _____

In einer Karikatur erkennt man, trotz bisweilen stark verzerrter Gesichtszüge, die dargestellte Person wieder.

Die dargestellten Personen erheben gegen derlei verzerrte Darstellungen nur in ganz seltenen Ausnahmefällen Protest.

Manchmal kommt es allerdings vor, dass Menschen gegen Karikaturen protestieren, obwohl sie in der verzerrten Darstellung gar nicht gezeigt werden.

  • Menschen, die in einem despotischen System aufwachsen und sozialisiert sind, in dem ein Personenkult gepflegt wird der beinahe an Götzenverehrung heranreicht,
  • in dem jegliche Kritik an dem Gegenstand des Personenkults verpönt ist oder sogar mit dem Tode bestraft wird.
  • Ein despotisches System, das es den Menschen erschwert, eine eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln,
  • sondern sie dahin erzieht, dass sie sich mit dem Gegenstand dieses Personenkults identifizieren:
  • diese Menschen fühlen sich durch jede Kritik, sei sie unberechtigt oder berechtigt, persönlich angegriffen und verletzt.

Wir meinen, dass es an der Zeit, dieses despotische System und den damit verbundenen Personenkult zu überwinden.

Protest gegen angebliche Blasphemie

_____
Die in der Collage zu sehenden Personen von oben links nach unten rechts:

Bill Clinton (Präsident der USA)
George W. Bush (Präsident der USA)
Barack Obama (Präsident der USA)
Donald Trump (Präsident der USA)
Angela Merkel (Deutsche Bundeskanzlerin)

Ruhollah Chomeini (Iranischer Geistlicher und Politiker)
Ali Chamenei (Iranischer Geistlicher und Politiker)
Mahmud Ahmedineshad (Iranischer Präsident)
Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI)
Jorge Mario Bergoglio (Papst Franziskus)

Winston Churchill (Britischer Premierminister)
Bernie Sanders (US-Amerikanischer Politiker)
Hillary Clinton (US-Amerikanische Politikerin)
Elizabeth Windsor (Queen Elizabeth II)
Gerhard Schröder (Deutscher Bundeskanzler)

Vladimir Putin (Russischer Präsident)
Kim Jong-un (Nord-Koreanischer Tyrann)
Ein Prophet ?
Ein Prophet ?
Ein Prophet ?

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Überzeugung

_____ Überzeugend ? _____

Berlin — Paris — London

Berlin, Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, 19. Dezember 2016

Paris, Redaktion von Charlie Hebdo, 7. Januar 2015

London, Moschee beim Finsbury Park, 18. / 19. Juni 2017

Die Herkunft oder die Weltanschauung ist nicht ausschlaggebend, aber:

Von was wollten die Attentäter andere Menschen nun überzeugen ?

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