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„Stolz“ halten wir für einen fragwürdigen Begriff. Wenn man stolz auf etwas ist, dann neigt man dazu, es zu verklären, es mit allerlei Geschichten und Hinzudichtungen auszuschmücken.

In dem Bild oben bekundet während einer Demonstration jemand seinen „Stolz auf unsere Fahne!“ Dass er selber zur Entstehung und zum Zustandekommen dieser Fahne nichts beigetragen hat, lässt er unberücksichtigt, es wirft jedoch die Frage auf, ob er sich da nicht mit fremden Federn schmückt, mit dem, was andere erbracht haben.

Vielleicht muss er stolz „auf unsere Fahne“ sein, weil er selber noch nie etwas zustande gebracht hat. Das wäre nicht untypisch für Leute, die stolz auf etwas sind, zu dem sie keinen eigenen Beitrag geleistet haben.

Er ist also stolz auf drei Farbbalken, die man beliebig anordnen kann:

Die Wikipedia erläutert in einem Beitrag zu Schwarz-Rot-Gold die Herkunft und Verwendung dieser drei Farben.

Für Verschwörungstheoretiker noch eine Flagge in diesen Farben mit einem Schriftzug darauf:

Zur Beruhigung: Dies ist nicht die Flagge des Kalifats Deutschland.

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Geschichte:

Religionen haben in der kulturgeschichtlichen Entwicklung der Menschheit stets eine Rolle gespielt. Aus ihnen sind Gesetze und Moralvorstellungen hervorgegangen, die bis heute nachwirken oder Gültigkeit besitzen, aber auch Herrschaftssysteme und Wertvorstellungen, die heutzutage in vielen Ländern nicht mehr populär sind oder akzeptiert werden.

Einige der Zehn Gebote des Alten Testaments oder andere Texte der Bibel mögen zur Zeit ihrer Formulierung eine Berechtigung gehabt haben, da es andere Modalitäten der Rechtsfindung, der Rechtsetzung und der Rechtsprechung und insbesondere eine Gewaltenteilung (Legislative, Judikative, Exekutive) damals noch nicht gab. Heute haben sie — zumindest in demokratischen Rechtsstaaten — keinen Gesetzescharakter mehr. Kultur in all ihren Facetten sowie die Rechtsetzung haben sich im Laufe der Jahrtausende weiterentwickelt.

Die alttestamentarischen Gebote (Gesetze) „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ und „Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein…

Ursprünglichen Post anzeigen 602 weitere Wörter

* * *

Wenn die Schreihälse kommen,
wollen wir ihnen nicht entgegenschreien,
sondern
ihnen nur
einen „Wink mit dem Zaunpfahl“ geben …

___

Wir wollen keinen Wettbewerb veranstalten,
wer am lautesten schreien kann.

* * *

Schreihals_Banner als PDF

SZ: Dresdner Pegida kommt nach München

Und eine Ergänzung von Heribert Prantl

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_____ Eine blasphemische Satire _____

Hallo Allah (Jahwe, Gott),

wir haben gelesen, dass Du der Herr der Welten bist (Sure 1 Vers 2), und dass Du Macht über alle Dinge hast (Sure 2 Vers 106).

Allah, derzeit grassiert in Deutschland und in Europa eine Grippewelle.

Die hast Du uns also an den Hals geschickt.

Du Lump.

Sollen wir dafür dankbar sein? (Sure 2 Verse 185 und 243).
Sollen wir damit erfolgreich sein? (Sure 2 Vers 5).

Allah, wegen dieser Grippe liegen viele Leute seit Wochen krank im Bett. Die beten Dich während dieser Zeit wahscheinlich nicht an (Sure 2 Vers 83).

Allein in Deutschland sind schon über 100 Menschen an dieser Grippe gestorben — die beten Dich nie wieder an.

Dafür soll Dir alles Lob gebühren? (Sure 1 Vers 2) — ernsthaft?

Allah, das wird für Dich doch eine Schmach sein (Sure 5 Vers 33), und eine schlimme Strafe obendrein (Sure 6 Vers 157).

Sag mal, Allah, ist bei Dir alles okay?

+ + +

Allah, falls Du tatsächlich Macht über alle Dinge hast, dann darfst Du gern persönlich bei uns antanzen und Dich über diese blasphemische Satire beschweren, sofern Dir das ein Bedürfnis sein sollte. Wir können über alles reden.

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In einem Interview mit der NZZ am 26.2.2018 äußert sich die ehemalige Außenministerin der USA und heutige Professorin an der Stanford-University, Condoleezza Rice, u.a. zur „Political Correctness“.

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Beachte zu ihren Aussagen unsere Beiträge Jubeltag sowie Kommentieren mit „TOR“ und Wenn die Schreihälse kommen …, aber auch unseren Beitrag Sprache:

Jede Katastrophe der Entmenschlichung in der Geschichte
beginnt mit der Entmenschlichung der Sprache.

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Wir zitieren drei Passagen aus dem Interview mit Condoleezza Rice.

NZZ: Sie haben auf den sozialen Fortschritt in den USA hingewiesen. Die Mitglieder von Minderheiten sind zu Bürgern im vollen Sinne geworden. An den Universitäten ist in den letzten zwanzig Jahren zugleich eine Kultur der Political Correctness (PC) entstanden, die alle darauf verpflichtet, ihre Kollegen mit Samthandschuhen anzufassen. Schränkt die PC das freie Lehren, Reden und Denken ein, oder ist sie ein blosses Scheinproblem?

Condoleezza Rice: PC ist eine ernstzunehmende Bedrohung für die Existenz von Universitäten. Wenn ich höre, dass Studenten sich wohl fühlen wollen, hört bei mir der Spass auf. Es ist nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich Leute in meinen Kursen wohl fühlen, im Gegenteil – es ist mein Job, sie dazu zu bringen, die Wohlfühlzone zu verlassen. Sie müssen sich mit Ideen auseinandersetzen, die nicht in ihr Weltbild passen. Verstehen Sie mich richtig – es geht nicht darum, Leute zu beleidigen oder schlecht zu behandeln, aufgrund ihrer Ethnie oder ihrer Religion. Es geht an einer Universität darum, in der Erkenntnis gemeinsam weiterzukommen, und die kennt nun einmal weder Ethnie noch Religion.

NZZ: Wann ist die Bewegung gekippt, von einer Bewegung, die Anstand verbriefen wollte, zu einer Aktion, die Schutz vor unbequemen Meinungen fordert?

Condoleezza Rice: Der Prozess, der mit den besten Absichten begann, verlief schleichend. Zuerst ging es um gleichen Respekt für alle – das war gut. Doch das Blatt hat sich gewendet, eine kleine extreme Minderheit begann so zu argumentieren: Wann immer du etwas sagst, das mich als Angehöriger einer Minderheit beleidigt, auch wenn du es nicht so gemeint hast, habe ich das gute Recht, beleidigt zu sein und dir den Mund zu verbieten. Eines Tages haben wir gemerkt, dass die Studentenschaft – und auch die Gesellschaft – in immer kleinere Identitätsgruppen zerfällt, die nichts mehr miteinander zu tun haben wollen. Jede Gruppe fühlt sich benachteiligt, klagt ihre eigenen Missstände an, jede hat ihr eigenes Narrativ.

NZZ: Geben Sie in Ihren Kursen Trigger-Warnungen, weil Sie befürchten müssen, dass Studenten mit Ihren Aussagen nicht umgehen können?

Condoleezza Rice: Nein, ich tue genau das Gegenteil. Zu Beginn meiner Kurse sage ich allen ehrlich und direkt: Keiner von euch hat das Recht, nicht beleidigt zu werden. Ihr könnt euch nicht auf die amerikanische Verfassung berufen, um euch unangenehmen intellektuellen Erfahrungen zu entziehen. Lernt, damit umzugehen.

[…]

+ + +

Das, was Condoleezza Rice in der letzten hier zitierten Antwort sagt, dürfen auch diejenigen auf sich beziehen, die wir in unseren drei oben angeführten Weblinks angesprochenen haben. Auch außerhalb der USA.

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Elektroauto 1835

Die Erfindung des Automobils wird hierzulande gemeinhin vielleicht den Kollegen Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach zugeschrieben; Carl Benz findet ebenfalls Erwähnung. Dabei haben Benz und Maybach jedoch „nur“ den ersten schnellaufenden Benzinmotor und das erste vierrädrige Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor entwickelt, Carl Benz anno 1885 das erste praxistaugliche Automobil.

Sibrandus Stratingh, Elektroauto von 1835

Der Name des Erfinders des ersten Elektro-Autos ist heute und hierzulande weniger geläufig: Sibrandus Stratingh.

Die Wikipedia (niederländisch) schreibt zu Sibrandus Stratingh:

Sibrandus Stratingh (Adorp, 9 april 1785 – 15 februari 1841) was een Nederlandse hoogleraar scheikunde en uitvinder. […]

~ ~ ~

Sibrandus Stratingh (Adorp, 9. April 1785 – 15. Februar 1841) war ein niederländischer Professor für Chemie und Erfinder.

Stratingh wurde im Groninger Dorf Adorp geboren, wo sein Vater Everhardus Stratingh Pfarrer war. Allerdings wuchs er bei seinem Onkel Laurens Stratingh auf, der Apotheker in Groningen war und hier zur Lateinschule ging. Im Alter von 13 Jahren begann er sein Studium an der Universität Groningen, damals Akademie genannt. Im Jahre 1801 gründete er zusammen mit seinem Freund Theodorus van Swinderen die“Gesellschaft zur Förderung der Physik in Groningen“. Im Jahre 1824 wurde er schließlich Professor für Chemie (allgemein, angewandt und pharmazeutisch) an der Universität Groningen.

In seinem Leben hat er eine Reihe von Erfindungen gemacht, unter anderem den Antrieb. Stratingh war wahrscheinlich der erste in den Niederlanden, der ein Fahrzeug mit Motor (in diesem Fall Dampf) fuhr. Dies geschah bereits am 22. März 1834, als er mit seinem Assistenten, dem deutschen Instrumentenbauer Christopher Becker, die erste „Autofahrt“ durch die Straßen von Groningen unternahm. Am 3. November 1835 machte er eine zweite Fahrt von Groningen nach De Punt (ca. 20 km). Anscheinend verlief die Reise ohne Probleme. Eine Reihe von Nachrichten zeugen von diesen Abenteuern. Stratingh erhielt vom damaligen König Wilhelm I. einen Bonus von 600 Gulden. Der König wollte über Stratinghs Erfindungen auf dem Laufenden gehalten werden und besuchte ihn 1837.

Später sollte Stratingh auch ein Elektrofahrzeug bauen, das erhalten blieb. Dies ist wahrscheinlich das erste Elektrofahrzeug der Welt. Stratingh starb plötzlich im Alter von 56 Jahren.

Sibrandus Stratingh war ein Onkel von Gozewinus Acker Stratingh. Am 11. Juli 1832 heiratete er in Groningen Rika van Eerde, Tochter von Professor Jan Rudolf van Eerde.

In der deutschprachigen sowie der englischsprachigen Wikipedia findet man zu Sibrandus Stratingh bislang nichts.

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Im Jahr 1898 baute Porsche ebenfalls ein Elektroauto …,

Porsche Car, 1898

… und 2018 schickte die Firma Tesla ein Elektroauto auf eine lange Reise ins Weltall …
Was dieses Gefährt dort ausrichten soll,
erschließt sich uns nicht.

Tesla Elektroauto im All

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Ein Nachbau von Sibrandus Stratingh’s Auto im Video

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Wir sehen die Welt nicht so,
wie sie ist,
sondern
wie wir sind
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(Anais Nin)

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