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Archive for November 2015

Winde und Segel

Aggressor
Wenn Du einem Aggressor den Wind aus den Segeln nehmen willst,

biete ihm an,

ihn in seiner Aggression gegen Dich

unterstützen zu wollen.

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Jemandem, der selber Aggressor ist, steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung.
::

pimuc-star


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Der PI-Co-Autor Jens von Wichtingen hat seine Mitarbeit bei Politically Incorrect beendet.In einem Gastbeitrag erläutert von Wichtingen seine Beweggründe für den Ausstieg bei PI, auf dieser Website.

Herr v. Wichtingen, ich gratuliere Ihnen zu dieser Entscheidung. Sie haben das Richtige getan.Herzlichen Glückwunsch!Vielen Dank auch für Ihre offenen und mutigen Worte.

Hoffen wir gemeinsam, dass auch andere – (noch)PI- Mitarbeiter- diesen Weg gehen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

Hoffen wir auch, dass Stefan Herre endlich das moralische Scheitern, gemessen an den eigenen Ansprüchen, seines Projektes erkennt. Noch ist es nicht zu spät.

Gastbeitrag:

Ich habe einen Fehler gemacht

Ja ich gebe es zu: ich habe als Autor bei PI Artikel geschrieben, die ich heute nicht mehr schreiben würde. Ich habe viel zu spät bemerkt, dass ich mit meinen Artikeln nicht dazu beitrage, unsere Welt besser zu machen – im Gegenteil.

Ich hätte viel eher merken sollen, dass ich nicht das Richtige tue. Dies tut mir leid.

Die Frage nach dem Warum: ich war enttäuscht von den Massenmedien, die ich sehr wohl als gleichgeschaltet oder zumindest nicht mehr als unabhängig bezeichnen würde. Sensibilisiert durch eine Jugend in der DDR und den Medien dort. Ich wollte meine Fähigkeiten einbringen, das Projekt PI zu verbessern. Dies habe ich gründlich vermasselt. Eigene Schuld, keine andere Ausrede.

Ich hatte geglaubt, das das Projekt PI ist im Grunde ein interessantes sei. Bitte lasst mich dies begründen.

Uns wird als Stimmvieh durch die Massenmedien vieles untergejubelt, Stimmungen werden erzeugt, Tagesprioritäten werden gesetzt, Helden werden geschaffen und Skandale vorgegaukelt. Der mündige Bürger ist nicht mehr erwünscht und wird als störend empfunden. Das Internet ist eine grossartige Chance.

Man vergleicht PI jetzt mit einer Sekte. Soweit würde ich nicht gehen, wesentliche Merkmale einer Sekte fehlen. Jeder hat die Möglichkeit, PI ohne grosse Probleme den Rücken zu kehren. Allerdings hat PI zumindest sektenähnlichen Charakter. Man lebt in einer eigenen Welt. Gut und Böse, Schwarz und Weiss. Man nimmt Nachrichten vollkommen anders auf, man fühlt sich im Besitz der Wahrheit. Und alle die PI kritisieren haben unrecht. Gutgemeinte Ratschläge werden ignoriert, die anderen sowieso. Man steigert sich gegenseitig in einen – man kann schon fast sagen – Wahn, der hoffentlich niemals zu Auswirkungen im realen Leben kommen wird. Hier allerdings fällt mir jetzt der Zwischenfall mit den Flitterwöchnern in Niedersachsen ein … (http://www.musafira.de/page3/files/Flitterwochen-durch-Polizeieinsatz-unterbrochen.html)

Hinweis:
Der im Originalbeitrag angegebene Weblink
ist mglw. nicht mehr verfügbar oder wird blockiert.
Die Website http://www.musafira.de ist jedoch online.

Warum habe ich nicht eher die Notbremse gezogen? Die Warnungen waren da. Das sehe ich (leider erst) jetzt. Ich war wie benebelt, wie im Rausch. Ich habe mich ausschliesslich auf den einschlägigen Webseiten über die Horrormeldungen zum islamischen Jihad informiert. Ein extrem einseitiges Weltbild war die Folge. Und – jetzt bitte ich um Verständnis – aus dieser Sicht heraus, musste ich schreiben. Ich war davon überzeugt, aufrütteln zu müssen. Kann man dies nachvollziehen? Und genau dies ist es, was die anderen Autoren von PI antreibt. Dies sind keine schlechten Menschen. Aber sie fühlen sich berufen, zu schreiben, aufzurütteln. Aus ihrer Sicht.

Und hier haben wir wieder die sektenähnlichen Verhältnisse. Jegliche Ratschläge, Warnungen und Kritik werden in den Wind geschlagen. Man ist im Besitz der Wahrheit und man ist süchtig, diese zu verbreiten.

Wie mit PI umgehen? Weiss ich nicht, ich bin kein Medienexperte. Ansonsten wäre mir dieser Fehler niemals passiert. Vielleicht könnte man einen Gegenblog zu PI installieren, der dann mit einem positiven, lebensbejahenden, interkulturellen Ansatzpunkt über die existierenden Probleme schreibt. Ich weiss es nicht.

Man darf PI aber auch nicht überbewerten. Es ist ein Blog. Weiter nichts. Ein bekannter Blog, allerdings verdankt man diese Bekanntheit der bewussten Provokation. Und den Medien wie der FAZ, der Taz, der SZ – die sich PI als Feindbild ausersehen haben und mit ihren Warnungen vor PI diesem Blog jedesmal neue Leser zuschanzen, die dann zuerst von der Deutlichkeit der Worte auf diesem Blog begeistert sind. Die erst später oder gar nicht merken, dass sich dort mittlerweile ein Mob tummelt, der mit Demokratie nichts am Hut hat.

Ich verabschiede mich aus der Blogerszene. Es war ein kurzes, intensives Erlebnis. Noch einmal möchte ich mich bei allen entschuldigen, die ich verletzt habe. Es tut mir wirklich und aufrichtig leid.

Jens v. Wichtingen, Kapstadt am 05.11.2007

_ _ _

Der Beitrag ist am 05. November 2007 im Blog von Ramon Schack erschienen.
An seiner Berechtigung hat sich nichts geändert.

Da Stefan Herre und die anderen Autoren und Administratoren von PI der Kritik allgemein sehr aufgeschlossen gegenüberstehen, werden sie der Veröffentlichung dieses Gastbeitrags von Jens von Wichtingen durch die PI-Gruppe München wohlwollend begegnen.

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pimuc-star


Ramon-Schack.de

Der PI-Co-Autor Jens von Wichtingen hat seine Mitarbeit bei Politically Incorrect beendet.In einem Gastbeitrag erläutert von Wichtingen seine Beweggründe für den Ausstieg bei PI, auf dieser Website.

Herr v. Wichtingen, ich gratuliere Ihnen zu dieser Entscheidung. Sie haben das Richtige getan.Herzlichen Glückwunsch!Vielen Dank auch für Ihre offenen und mutigen Worte.

Hoffen wir gemeinsam, dass auch andere – (noch)PI- Mitarbeiter- diesen Weg gehen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

Hoffen wir auch, dass Stefan Herre endlich das moralische Scheitern, gemessen an den eigenen Ansprüchen, seines Projektes erkennt. Noch ist es nicht zu spät.

Gastbeitrag:

Ich habe einen Fehler gemacht

 

Ja ich gebe es zu: ich habe als Autor bei PI Artikel geschrieben, die ich heute nicht mehr schreiben würde. Ich habe viel zu spät bemerkt, dass ich mit meinen Artikeln nicht dazu beitrage, unsere Welt besser zu machen – im Gegenteil.

 

Ich hätte viel eher merken sollen, dass ich nicht das…

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