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Archive for Januar 2017

Ein anderes Gedenken

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Ohne Vorwürfe:

Wenn man Verwandte hatte,
die fast 12 Jahre in einem KZ eingesperrt waren,
hat man einen eigenen Blick auf die NS-Tyrannei,
der vielleicht tiefer geht als der des jährlichen Gedenkens …

Insbesondere sieht und erlebt man den freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat
mit seinen Rechtssicherheiten und -garantien
als einen Kontrapunkt
zu Diktatur, Tyrannei und Despotismus vielleicht intensiver.

Eckhardt Kiwitt, Freising

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Herald Tribune, Sarasota, Florida, 14. April 1990

Herald Tribune, Sarasota, Florida, 14. April 1990

Trump: “We’re losing badly the war on drugs. You have to legalize drugs to win that war. You have to take the profit away from these drug czars.”

Trump: „Wir verlieren den Krieg gegen Drogen.
Man muss Drogen legalisieren, um diesen Krieg zu gewinnen.
Man muss den Drogenbaronen den Profit nehmen.“

* * *

Mit dieser Aussage von Donald Trump, über die der Herald Tribune aus Sarasota, Florida, am 14. April 1990 berichtete, stimmen wir überein.

Denn es macht keinen Sinn, Kriminellen hohe Gewinne zu garantieren auf die sie keine Steuern zahlen, und gleichzeitig einen Krieg mit militärischen Waffen gegen sie zu führen.

Die ökonomische Waffe ist in diesem Fall wesentlich effizienter.

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Identität & Gegenteil

Identität

Identität

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… Die Kultur eines würdigen Gedenkens und Umgangs mit historischer Schuld ist über Jahrzehnte gewachsen; sie hat weder die Wiedervereinigung verhindert noch den Aufstieg Deutschlands in Europa, im Gegenteil. Sie gehört zur Identität dieser Republik, gerade weil sie den giftigen Mix aus Minderwertigkeitskomplexen und Lebenslügen verdrängte, der nach 1945 so verbreitet war.
Genau deshalb war und ist diese Erinnerung am rechten Rand so verhasst.

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Eine wehrhafte Demokratie muss Hetzer nicht fürchten

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Gewalten-Teilung — Checks and Balances

Freedom-GRAB

Freedom-GRAB

Gewaltenteilung: Viele verstehen unter Gewaltenteilung die Teilung staatlicher Gewalt in Legislative, Exekutive und Judikative sowie, als Vierte Gewalt, eine freie Presse.

Manch einer interpretiert sie anders.

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Checks and Balances: Many interpret Checks and Balances, or the Separation of powers, respectively, as the legislature, the executive and the judiciary, and, as a fourth, a free press.

Others interpret it differently.

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Beleidigungen, Anschuldigungen, Lügen: Donald Trump macht immer wieder durch sein auffälliges Verhalten Schlagzeilen und irritiert damit Politiker rund um den Globus. Eine Psychologin versucht, sein Vorgehen zu erklären.

Aus der Verantwortung?

Aus der Verantwortung?

Was will Donald Trump? In einem Interview mit der „Bild“ und der „Times“ bezeichnete der künftige US-Präsident die Nato gleichzeitig als überflüssig und sehr wichtig. Die Psychologin Lena Kornyeyeva erklärt, was es mit solchen Widersprüchen auf sich hat, warum Trump so viel beleidigt und warum man ihn unbedingt ernst nehmen sollte.

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Fritz: Donald Trump wird von namhaften US-Psychologen und Psychiatern eine narzisstische Persönlichkeitsstörung attestiert. Wie bewerten Sie das?

Kornyeyeva: Meines Erachtens ist es kontraproduktiv, ihn zu pathologisieren, also als krank zu bezeichnen. Damit entlässt man ihn zu rasch aus seiner Verantwortung und nimmt ihn nicht ernst genug. Wichtig ist es, angemessen auf ein unangemessenes Verhalten zu reagieren.

Der Narzisst versucht durch äußere Anerkennung ein inneres Defizit zu kompensieren. Wie anfällig ist die Politik durch Macht, Öffentlichkeit, Geltung und Gestaltungsspielraum für solche Menschen?

Es geht hier mehr um die Wertsysteme als um Auffälligkeiten. Für einen Politiker ist Frieden von Wert, für den anderen sind es womöglich mehr die militärische Auseinandersetzungen und die damit verbundenen Profite. Politiker sind in Demokratien ein Ergebnis der Wahlen und nicht zuletzt ein Spiegel der unerfüllten Bedürfnisse der Wähler. Ein Narzisst erzeugt bekanntlich eine gewisse Faszination, aber nur wenn er den Faszinierten etwas Wertvolles verspricht, das ihrem unerfüllten Bedürfnis entspricht.

Was spiegelt sich in Trump?

Der erodierende Mittelstand in den USA, der nach Jahren des Niedergangs in seinen Worten und Machtphantasien ein attraktives Versprechen erkennt. In seiner Wahlkampagne positionierte er sich als „anti-elitär“, was der realen Lage nicht entspricht.

Im Interview mit der „Bild“ und der „Times“ sagt Trump, er halte die Nato für überflüssig. Wenig später sagt er, die Nato sei ihm sehr wichtig. Wie sind solche total gegensätzlichen Aussagen zu interpretieren?

Er folgt in seinen Antworten ganz seinen Gefühlen und prüft nicht, ob das Gesagte auch nach Abwägung aller Argumente von ihm verantwortet werden kann. Ein selbständiger Mensch, der seine Linie bewusst überlegt hat, handelt ganz anders. Das ist für einen angehenden Präsidenten schon erstaunlich.

Trump hat Mexikaner als Vergewaltiger bezeichnet, Frauen als Schweine, er hat einen behinderten Reporter nachgeäfft. Was sagt das über ihn aus?

Aus seiner Erfahrung hat Trump gelernt, dass er von solchen Ausfällen mehr profitiert als von einem wertschätzenden Verhalten. Für ihn ist die Herabsetzung ein Ausdruck der Macht („Ich darf das, was die anderen nicht dürfen“). Die Wähler – die vom System Enttäuschten – sehen gerade in diesem eigentlich unangemessenen Verhalten eine Art Revolution gegen das als ungenügend erkannte Bisherige. Es ist daher kaum zu erwarten, dass Trump seine Strategie ändert.

Trump scheint von schönen Frauen sehr angetan zu sein. Aber er äußert sich in der Öffentlichkeit auch abfällig über sie. Wie ist das zu erklären?

Es ist eine typische Inversion – was man begehrt und anbetet, wertet man gleichzeitig ab. Trump wurde noch von der Macho-Kultur geprägt; Macho zu sein bedeutet, dass das Zeigen von Gefühlen und von der subjektiv wahrgenommenen „Schwäche“ tabuisiert ist. Wir können froh sein, dass die jüngeren Menschen offener, gelassener und auch ehrlicher mit ihren Gefühlen umgehen können.

Gleichzeitig scheint der künftige US-Präsident selbst dünnhäutig zu sein, was man zum Beispiel an seiner geringschätzigen Twitter-Nachricht über die Schauspielerin Meryl Streep gesehen hat, die ihn bei der Verleihung der Golden Globes kritisiert hatte. Warum sucht ausgerechnet so ein Mensch die politische Öffentlichkeit, in der Kritik – also potenzielle Kränkungen – Teil des Geschäfts sind?

Die Herabsetzung des politischen oder persönlichen Gegners ist ein Teil des Machtspiels, mit dem Trump erfolgreich wurde. Gleichzeitig – und das ist die andere Seite der Medaille – empfindet Trump es als besondere Schmach, wenn er selbst als „Verlierer“ erscheint.

Haben Sie eine Vermutung, warum Trump so geworden sein könnte?

In der Erziehung eines Kindes wird das Erleben von Macht oft mit der Entmachtung von anderen verknüpft. Wenn die eigene Größe auf der Abwertung von Dritten aufgebaut wird, ist das ein meist in der Kindheit gelerntes Verhaltensmuster. Ein enormer innerer Druck entsteht da, wo dem Menschen vermittelt wurde, dass sein Wert nur vom Grad seines Erfolges abhängig ist. Je autonomer und freier ein Mensch hingegen erzogen wird, umso wertschätzender zeigt er sich anderen und auch sich selbst gegenüber.

Ein Bruder Trumps zerbrach als Alkoholiker an dem großen Druck des Vaters, der selbst ein erfolgreicher Geschäftsmann war, und starb mit 43. Muss man mit Trumps Verhalten wegen seiner teilweise harten Erziehung am Ende nachsichtiger sein?

Ein erwachsener Mensch ist für sein Verhalten verantwortlich. Mit Nachsicht würden wir einen Politiker, der sich unangemessen äußert und verhält, nur stützen. Gleichzeitig sollte man sich aber auch nicht auf das Niveau des angehenden amerikanischen Präsidenten begeben und ihn beschimpfen oder herabsetzen.

Angenommen, Trump käme zu Ihnen in die Praxis – wie würden Sie ihn behandeln?

Manche Menschen versuchen, Liebe und Anerkennung zu finden, indem sie andere herabsetzen und beleidigen. Ihre größte Angst ist oft, anderen gegenüber „schwach“ zu erscheinen. Meist erreichen diese Menschen ihre Ziele natürlich so nicht und manchmal sitzen sie dann bei mir und wissen nicht weiter. Mit meiner Begleitung können sie lernen, das Gewünschte von den Mitmenschen zu bekommen, ohne diese herabsetzen zu müssen. Sie können einen Umgang mit anderen Menschen lernen, bei dem sie nicht ihre vermeintliche Stärke herauskehren müssen. Denn die ist meist nur eine Verpackung der eigenen Angst.

+ + +

Vergleiche auch:
Keine Selbstvergewisserung, keine Selbstbestätigung
Situationskomik
Entgleist — derailed

_____

Dr. Lena Kornyeyeva ist promovierte Psychologin, Autorin und Bloggerin. Sie hat zum „autoritären Charakter“ geforscht, den sie als ein Machtanbetungs-Syndrom versteht. Die gebürtige Ukrainerin arbeitet in einer Reha-Klinik in Bad Kissingen sowie in ihrer eigenen Praxis für psychologische Beratung.

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Religionsfreiheitsphobie

Kritik
an einer totalitären Ideologie und einem despotischen System
ist keine Phobie und ist kein Rassismus
[*]

Das Konstrukt der „Islamophobie“ dient einzig dazu, den Islam an sich gegen Kritik zu immunisieren. [**]

+ + +

Ergänzend und als Kontrapunkte
einige weitere Phobien außer der „Islamophobie“,
ohne allerdings die Gegenstände dieser Phobien
gegen Kritik immunisieren zu wollen:

Hervorheben möchten wir:
— Selbstkritikphobie

In manchen Ländern beobachten wir:
— Christentumsphobie
— Judentumsphobie
— Hinduismusphobie
— Buddhismusphobie
— Shintoismusphobie
— Zoroastrismusphobie
— Gottlosigkeitsphobie (Atheisimusphobie)
— Apostasiephobie
— Religionsfreiheitsphobie

Einige Potentaten haben:
— Demokratiephobie
— Rechtsstaatsphobie
— Allgemeine-Menschenrechte-Phobie
— Minderheitenrechtephobie

Manche Sorge mündet in:
— Meinungsfreiheitsphobie
— „Lügenpresse“-Phobie (siehe Jubeltag)
— Kritikphobie
— Andere-als-die-eigenen-Wahrheiten-Phobie
— Die-Gedanken-sind-frei-Phobie

+ + +

Freiheitsideal

Freiheitsideal

+ + +

Zu sagen // »Hier herrscht Freiheit« // ist immer // ein Irrtum
oder auch // eine Lüge:
Freiheit herrscht nicht.
Erich Fried

_____

[*] Ein Blick dorthin, wo islamische Gesetze gelten oder wo Islam Staatsreligion ist, kann sehr aufschlussreich sein.

[**] Der gestohlene Rassismus
Heiko Heinisch, 5. Januar 2017
Die Kolumnisten

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Das bessere Angebot

_____ Nicht auf die Tricks der Islamverteidiger hereinfallen _____

kmhsb

Der freiheitliche, demokratische Rechtsstaat darf als ein jedem totalitären oder despotischen System überlegenes Gesellschaftsmodell und Gemeinwesen angesehen werden, weil er den Menschen etwas bietet und garantiert, das Diktaturen meist nicht gewähren: z.B. individuelle Freiheiten und Rechtssicherheiten sowie Minderheitenrechte.

Nicht auf die Tricks der Islamverteidiger hereinfallen

Nicht auf die Tricks der Islamverteidiger hereinfallen

Islamdarstellung, Augenwischerei und Hetze

Einerseits wird die Darstellung des Islams als einer angeblich friedlichen und toleranten Religion vielfach mit Augenwischerei betrieben ohne zu belegen, worin die Friedfertigkeit und die Toleranz des Islams (des Islams, nicht die von Muslimen !) zum Ausdruck kommt.
Dies gilt für manch andere Religion gleichermaßen.
Ein Blick dorthin, wo islamische Gesetze gelten bzw. wo Islam Staatsreligion ist, kann sehr aufschlussreich sein.

Andererseits konterkarieren z.B. so manche Blogs, auf denen – sowohl in den Beiträgen wie auch in den Kommentarbereichen – gegen Muslime gehetzt wird, jede sachliche Islamkritik und arbeiten damit den Verharmlosern sowie den Verteidigern dieser totalitären Ideologie und dieses despotischen Systems namens Islam in die Hände.

Anzumerken und zu ergänzen ist:

Mit der hier in dem Zitat erwähnten Hetze gegen Muslime — statt sachlicher und sachbezogener Kritik am Islam — wird ein Bild des freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaats vermittelt, das kaum als positiv oder als ein der Religion überlegenes Angebot erscheinen kann.
Im Gegenteil.
Die Angegriffenen werden das, was ihnen damit vermittelt wird, wahrscheinlich als abstoßend empfinden und wahrnehmen und sich auf ihre Religion zurückziehen, diese als dem Rechtsstaat überlegen einstufen, da aus ihrer Sicht eine derartige Hetze nicht zulässig ist.
Und sie können damit die Augenwischerei, die zum Zweck der Verharmlosung gern angewendet wird, umso leichter fortsetzen, da die besagten Hetzer ihnen jede erdenkliche Argumentationshilfe frei Haus liefern.

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Originalbeitrag im Cicero, ursprünglich erschienen am 17.05.2016

Zur Vertiefung ein Gastbeitrag von Khola Maryam Hübsch
im Cicero am 12. Mai 2016

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