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Archive for Mai 2017

Traumberuf Weltuntergangsprophet

____ Eine Satire ____

Manch einer mag sich schon darauf gefreut haben, seinen Enkeln dereinst erzählen zu können wie das seinerzeit war beim Weltuntergang.

Mein Gott, war das ein Höllenritt damals — und wir waren live dabei.

Alles begann ganz still und langsam, fast nicht zu spüren. Die ganze Welt ist nach unten gerutscht, und eh‘ wir’s uns versahen, war es schon zu spät. Wir konnten es nicht mehr aufhalten.

Immer schneller gings dorthin, wo im Universum unten ist — ja, nach unten, sonst wär’s ja kein Weltuntergang gewesen.
Das Gedröhne wurde immer lauter und lauter, alles ist immer schneller an uns vorbeigebraust.

Je weiter wir gekommen waren, desto schneller gings. Als wir schon ein weites Stück hinter uns gelassen hatten, haben wir 10 Millionen Lichtjahre in sieben Minuten durchmessen — eine Wahnsinnsgeschwindigkeit.

Wir hatten befürchtet, dass uns die Atmosphäre davonfliegt bei dem Tempo — das wäre in einer Katastrophe geendet, denn wir hatten gar nicht genügend Sauerstoffflaschen für alle dabei.
Aber sie hat gehalten — Gott sei Dank!

Die Sterne, die Galaxien — alles haben wir hinter uns gelassen.
Um uns herum wurde es immer finsterer, als wir uns dem Rand des Universums näherten.

Wir fühlten uns alleingelassen da unten, so einsam war es dort.
Die paar Galaxien, die wir in der Ferne erspähten, gaben uns keinen Trost. Sie schienen uns unerreichbar.

Kurz bevor wir das Ende des Universums erreichten, stoppte es ganz unvermittelt, es ging einfach nicht mehr weiter. Sonst hätte es uns womöglich aus dem Weltall hinauskatapultiert. Und dann? Nicht auszudenken! Dort waren wir schließlich noch nie gewesen.

*

Danach ging das Leben auf der Erde weiter wie bisher, nur ein paar kleine Blessuren hatte sie abbekommen, die aber bald wieder verheilten.

Wir haben im Nachhinein erfahren, dass es sowas in der Erdgeschichte hier und da bereits gegeben hat. Aber solange sich die Erde in der recht schmalen habitablen Zone befindet, geht es weiter, immer weiter …

Weltuntergangsprophet

Allen haupt- und nebenberuflichen sowie ehrenamtlichen Weltuntergangspropheten zum Trotz.

+ + +

Schade eigentlich, dass es uns bislang nicht vergönnt war, sowas tatsächlich mal miterlebt zu haben.
Da könnten wir doch was erzählen …

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Auf Augenhöhe

Die USA und Europa befinden sich nicht in der Situation von Vormund und Mündel, sondern in einer Partnerschaft zum gegenseitigen Vorteil.

DJT (US-Präsident Donald John Trump) untergräbt diese Partnerschaft mit seiner Unberechenbarkeit, seinem mangelden Rechtsstaatsverständnis (Stichwort Gewaltenteilung) und seinem Narzissmus.

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Neutral-Moresnet & Zink

Neutral-Moresnet

Bei einer Beschäftigung mit Neutral-Moresnet (heute Kelmis) kann einem die Absurdität nicht nur des europäischen Nationalismus’ vor Augen geführt werden.

Zitat aus Wikipedia:

Neutral-Moresnet (dt. auch Altenberg) war von 1816 bis 1919 ein 3,4 km² großes neutrales Territorium, das als Mikronation zwischen dem Vereinigten Königreich der Niederlande bzw. (ab 1830) Belgien und Preußen bzw. (ab 1871) dem Deutschen Reich 7 km südwestlich von Aachen gelegen war. Im Norden reichte das Gebiet Neutral-Moresnets bis zum Vaalserberg, der damit seit 1830 ein Vierländereck (mit den Niederlanden, Belgien und Preußen bzw. Deutschland) bildete. Die Bevölkerungsanzahl wuchs rasant von 256 Personen 1815, auf 4668 vor dem Ersten Weltkrieg.

In seinem Buch ZINK hat David van Reybrouck die Geschichte von Neutral-Moresnet sowie Biographisches seiner Einwohner unterhaltsam und in einer sehr bildreichen, vergnüglich zu lesenden Sprache verarbeitet.

Eine kurze Passage aus dem Text möchten wir hier zitieren (auch wenn diese teils nicht gar so vergnüglich ist)
(Hervorhebung durch uns):

Moresnet blieb ein extrem gemischtes Dorf. Die Folge war, dass 1914 unter der Bevölkerung von 4668 Einwohnern junge Männer waren, die entweder von der deutschen oder von der belgischen Armee einberufen wurden. Der Krieg spaltete ganz Europa, doch in Neutral-Moresnet geschah das buchstäblich auf der Ebene der Dorfstraße oder sogar innerhalb der Wohnzimmer. Es gab Dialekt sprechende Familien, in denen der Sohn zu den belgischen Waffen gerufen wurde, während die Tochter mit einem Dorfbewohner verlobt war, der den gleichen Dialekt sprach, aber Deutschland dienen musste. Ich versuche, mir die Gespräche, die Spannungen und die Schweigepausen von damals vorzustellen. Willy Huppermann, der Mann, der den Esperantomarsch für die Freundschaft komponiert hatte, musste trotz seines deutschen Familiennamens und seines internationalistischen Pazifismus in die belgischen Schützengräben der Westhoek, wo er auf Feinde schießen sollte, die vielleicht ja seine Nachbarn gewesen waren. […]

ZINK, Seite 46-47

Der frühere Grenzverlauf von Neutral-Moresnet ist auf einem Luftbild bis heute gut zu erkennen. Die Vegetation beiderseits der „Grenze“ zeigt auch nach hundert Jahren insbesondere im östlichen Bereich noch sehr deutliche Unterschiede (Screenshot Google Maps).

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David van Reybrouck:
ZINK
86 Seiten
edition suhrkamp
ISBN 978-3-518-07290-5

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Brief an die Heuchler


Stéphane Charbonnier (CHARB) kritisiert in seinem Buch «Brief an die Heuchler — und wie sie den Rassisten in die Hände spielen» den Rassismus von Rechts, der sich häufig in physischen Gewaltakten äußert, die sich gegen andere Menschen richten.
Scheinbare Ausnahme des „Rassismus von Rechts“ ist ein – in diesem Buch nicht näher abgehandelter – Philosemitismus von Rechts (Stichwort „proisraelisch“). Dieser bezieht sich meist auf rechtsgerichtete Juden allein wegen deren Volkszugehörigkeit, berücksichtigt keine sonstigen Persönlichkeitseigenschaften und ist somit lediglich vorgetäuscht. Politisch linken Juden oder muslimischen Israelis oder Arabern, die ebenfalls Semiten sind, gilt der Philosemitismus von Rechts nicht.

CHARB kritisiert aber auch den Rassismus von Links, der darin zum Ausdruck kommt, dass Menschen aus einem bestimmten Kulturkreis oft in einer Weise bevormundet werden, die bis an die Grenze der Entmündigung heranreicht (siehe u.a. den Beitrag Bevormundet zum Staatsbesuch des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani in Rom im Januar 2016). Dies ist psychische Gewalt.

Fazit:
Sowohl der Rassismus von Links als auch der Rassismus von Rechts stellen Rechte und Freiheiten zur Disposition, die in einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat garantiert sind. Auch für Akteure, Vertreter und Fürsprecher des Rassismus.

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Grundannahme

___ Zitat: Kritik zu diffamieren nimmt den Gegenargumenten die Plausibilität.

Das Islam-Prinzip

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Grundannahme

Kritik an einer totalitären Ideologie und einem despotischen System sowie Kritik an der Todesstrafe[*] und an anderen Menschenrechtsverletzungen ist keine Phobie und ist kein Rassismus.

Es soll sachbezogene Kritik sein.

Diese Kritik soll nur in begründeten Ausnahmfällen personenbezogen sein ohne verletzend zu werden oder herabzuwürdigen.

Eine solche Kritik zu diffamieren entzieht der sachlichen Diskussion die Grundlage sowie den Gegenargumenten die Plausibilität.

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Zitat:

Wie wollen Sie mit Menschenrechtsverletzungen und mit Kritik an Menschenrechtsverletzungen umgehen?

_____
[*]vgl.RachesowieHass

grundannahme_ip

Eckhardt Kiwitt
Pfalzgrafstr. 5
D-85356 FREISING
QS72@gmx.net

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Der Präsident hat gesagt …

SZ: Der Kongress hat im Streit um den Haushalt einen Kompromiss erzielt. Trump bekommt kein Geld für die Mauer. Ebenso wenig setzten sich Vorschläge durch, im Bereich der medizinischen Forschung oder Zuschüsse für die Gemeindeentwicklung zu kürzen.

S.T.: Was hat Trump eigentlich erreicht bis jetzt ? Außer gefühlt 1000 Dekrete zu erlassen, die zum größten Teil gar nicht durchgesetzt wurden oder werden ?
Theoretisch hat er dem Volk bis jetzt nur Geld aus den Taschen gezogen

E.K.: Trump hat gesagt, dass seine Präsidentschaft die erfolgreichste in der Geschichte der USA sei — oder so ähnlich. Das reicht doch, oder 😉

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Schräges Weltbild

Das Selbstbild von […], veranschaulicht im Turm

Der Turm ist gerade — die Erde steht schief.

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